Regel 2: Spare für schlechte Zeiten

Ohne Regel 2

Du hast 1000€ auf dem Konto und rechnest kurz im Kopf nach, mit welchen Ausgaben die nächsten Tage zu rechnen ist. Dir fällt ein, dass du noch einkaufen musst (150€), die Finanzierungsrate fürs Auto fällig wird (400€) und die Stromkosten noch fällig sind (100€), dein Tank noch gefüllt werden will (80€) und die Kopfrechnung ergibt, dass noch 270€ zur Verfügung sind.

Zeit die für nächsten Implusbestellung bei Amazon. Es gibt doch immer etwas, was wir kaufen müssen/wollen/könnten :-)


Eine Woche später, mit 100€ auf dem Konto (170€ hast du spontan verprasst) kommt die Autoversicherung und möchte plötzlich, unerwartet 600€ von dir. Dein Konto geht in den Dispo und du musst gucken, wie du dieses Minus ausgleichen kannst.

Mit Regel 2

Du hast vor 6 Monaten gesehen, dass die Autoversicherungsprämie 600€ beträgt. Dadurch wusstest du, dass in 6 Monaten wieder 600€ fällig werden. Du hat seit dem jeden Monat 100€ pro Monat budgetiert und in der Kategorie Autoversicherung angespart. Nach den 6 Monaten sind 600€ auf der Kategorie gespart und du kannst die Versicherung aus dem Stand heraus bezahlen. Du erlebst keine Überraschung mehr. Du wusstest, dass diese 600€ fällig werden.

Aber wo kommen die 600€ in der Kategorie denn her?

Das ist eine gute Frage. Du musst ja die 100€ im Monat irgendwo her bekommen haben. Übrig war doch noch nie etwas. Die Antwort auf diese Frage ist, dass du durch das Budgetieren dein Onlineshopping etwas eingeschränkt hast. Dadurch konntest du deine daraus resultierenden Rechnung deutlich reduzieren und das Geld in die Kategorie Autoversicherung stecken.

Zusammenfassung

Es geht bei Regel 2 nicht um wirklich schlechte Zeiten, sondern um größere unregelmäßige Zahlungen, die du immer wieder zu erwarten hast.

Spare monatlich auf deine jährlichen oder jalbjährlichen Ausgaben und lasse dich nicht mehr von Ihnen überraschen.